Acht Schülerinnen und Schüler, eine Woche und ein neues Land: Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Let’s do IT!“ ging es für uns zu unserer Partnerschule nach Ozolnieki/Lettland in die Nähe der Stadt Riga.
Wir zwei waren dabei und berichten über unsere Erlebnisse. Unsere Reise begann am Sonntag, den 19. April, mit dem Flug von
Hamburg nach Riga. Durch die Zeitverschiebung landeten wir erst gegen 23 Uhr in Lettland. Von dort aus mussten wir noch mit dem Bus nach Ozolnieki weiterfahren. Obwohl es schon sehr spät war und wir ziemlich erschöpft ankamen, wurden wir sehr herzlich empfangen. Unsere Gastfamilien warteten bereits auf uns, und trotz der Müdigkeit war die Stimmung direkt offen und freundlich, sodass wir uns schnell wohlgefühlt haben.
Am nächsten Tag begann das Programm in der Schule. Zunächst stellten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus Italien, Portugal, Polen, Deutschland und Lettland sich selbst, ihre Schulen und drei soziale Probleme dort vor. Auch Rumänien war dabei, allerdings nur online zugeschaltet. Danach sorgten Icebreaker-Spiele dafür, dass wir uns alle besser kennenlernen konnten. Nach dem Mittagessen ging es für uns auf einen Ausflug nach Jelgava, wo wir die Stadt erkundet und erste Eindrücke von Lettland gesammelt haben.
Am Dienstag stand ein Ausflug nach Kuldīga auf dem Programm. Nach einer sehr langen, aber lustigen Busfahrt, in der wir gemeinsam gesungen, gegessen und geredet haben, kamen wir dort an. Besonders beeindruckt hat uns der breiteste Wasserfall Europas. Anschließend hatten wir Zeit, die Stadt zu erkunden und unsere Freizeit zu genießen.
Am Mittwoch besuchte uns eine gemeinnützige Organisation, mit der wir spielerisch und interaktiv unser gemeinsames Thema
„Civic engagement“ bearbeiteten. Danach arbeiteten wir in internationalen Gruppen an möglichen Lösungen für die sozialen Probleme der Länder. Nach dem Mittagessen ging es für uns mit dem Zug nach Riga, wo wir eine interessante Stadtführung gemacht haben und anschließend noch Freizeit bis zum Abend hatten.
Der Donnerstag war gänzlich der Projektarbeit gewidmet. Wir arbeiteten an unseren Abschlusspräsentationen und bereiteten unsere Ergebnisse vor. Auch wenn der Tag etwas ruhiger war, war er wichtig, um alles für den Abschluss fertigzustellen.
Am Freitag, unserem letzten Schultag, präsentierten wir unsere Ergebnisse und reflektierten die Woche gemeinsam. Am Abend trafen wir uns mit unseren Gastfamilien in der „Branku Brančotava“. Dort lernten wir in entspannter Atmosphäre lettische Tänze – auch wenn es am Anfang ungewohnt war, hat es uns sehr viel Spaß gemacht und war ein perfekter Abschluss der Woche. Neben dem offiziellen Programm konnten wir natürlich auch den Alltag in den Gastfamilien erleben. Wir probierten traditionelle Gerichte, lernten die Kultur besser kennen und konnten viele neue Eindrücke sammeln. Insgesamt war der Austausch für uns eine sehr besondere Erfahrung, bei der wir nicht nur ein neues Land
entdeckt, sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen haben.
Text: Fatma Berktas und Lucy Onken
Fotos: Fatma Berktas, Anne Grimmelmann, Erasmus+-team



