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Wer nicht gelegentlich auch einmal kausalwidrige Dinge zu denken vermag,
wird seine Wissenschaft nie um eine neue Idee bereichern können.

Max Planck

„Jugend debattiert – ein Gewinn für die eigene Entwicklung?“

Ein Bericht der 8c

 

Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,

die meisten von euch werden an unserer Schule sicher schon einmal in Kontakt mit Jugend debattiert gekommen sein oder zumindest davon gehört haben, denn jährlich nimmt das Maxe bei diesem ganz besonderen Wettbewerb teil. Aber worum geht es bei Jugend debattiert überhaupt? Wer kann mitmachen? Und ist die Teilnahme wirklich etwas, was sich lohnt?

Im Rahmen des Deutschunterrichts hat sich unsere Klasse (8c) näher mit diesen Fragen befasst: Wir haben erfolgreiche Teilnehmer interviewt, Statistiken ausgewertet und versucht, die Grundlagen des Wettbewerbs so kurz und verständlich wie möglich zusammenzufassen, um Fragen wie die obigen zu beantworten.

Bei Jugend debattiert, dem seit über 10 Jahren ausgetragenen Wettbewerb, gehe es laut der offiziellen Informationsbroschüre um die Förderung der rhetorischen und politischen Talente von

Jugendlichen. Zum Wettbewerb zugelassen sind Schüler von der 8. bis zur 13. Klasse, wobei das Ganze in zwei Altersgruppen ausgetragen wird. Die erste Altersgruppe wird von Schülern aus den Klassen 8-10 gebildet, die zweite Altersgruppe besteht aus Schülern der Klassen 11-13. Bei diesem privat finanzierten Wettbewerb ist die erste Stufe der Schulentscheid. Die Sieger dieses Schulentscheids dürfen danach auch am Regionalwettbewerb teilnehmen, bei dem es dann erstmals ein Rhetorikseminar zu gewinnen gibt, neben der Teilnahme am Landeswettbewerb. Letztendlich gipfelt der Wettbewerb im Bundesfinale in Berlin, bei dem auch hochrangige Politiker wie der Bundespräsident anwesend sind. Die Bundessieger oder -siegerinnen werden in das „fellows & friends“-Programm sowie in das Alumniprogramm der ehemaligen Jugend debattiert-Teilnehmer aufgenommen, was nicht nur eine große Ehre ist, sondern auch dazu führen kann, dass man zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer offiziell fördern und sogar bewerten darf

Aber halt: Was ist überhaupt so eine Debatte, von der da immer die Rede ist?

Die Debatte ist, wenn man so will, eine besondere Form der Diskussion mit festgelegten Regeln. Jeweils 4 Schüler debattieren 24 Minuten lang – meist darüber, ob ein aktuelles Problem zum Beispiel durch die Einführung eines neuen Gesetzes gelöst werden soll und kann. Immer zwei Schüler bilden dabei ein Team: Die Pro-Seite ist für die Änderung, die Contra-Seite dagegen. Ein wichtiger Punkt ist aber in jedem Fall eine gründliche Vorbereitung, denn wer in welchem Team debattiert, wird erst kurz vor der Debatte ausgelost. Zu Beginn erhält jeder Debattant 2 Minuten Zeit, um seinen Standpunkt vorzustellen und zu vertreten. Danach folgen 12 Minuten freie Aussprache und am Ende erhält jeder Debattant noch eine Minute für ein Schlusswort. Nach jeder Debatte werden die Debattanten von einer Jury bewertet. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf den 4 Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Insgesamt 22 Schüler des MPG in Delmenhorst stellten sich in diesem Durchgang der Herausforderung, denn die Konkurrenz ist riesig. Zum Vergleich: 2018 nahmen laut den offiziellen Teilnehmerzahlen deutschlandweit 200.000 Schüler aus Deutschland teil, davon kamen 13061 von den 86 beteiligten Schulen aus Niedersachsen. Der höchste Anteil entfiel auf Nordrhein-Westfalen, dort waren es nämlich 45100 Schüler von 229 Schulen.

Die 22 Schüler des MPG mussten sich zuallererst dem Schulentscheid stellen, aus dem nur 2 als Sieger hervorgehen konnten: Patrick Blum (9e) und Konstantinos Terzis (10c). In einem Interview mit unserer Klasse antwortete Patrick auf die Frage, wie er zum Debattieren gekommen sei, dass es ihm nach einer Unterrichtseinheit im 9. Jahrgang von seinem Deutschlehrer empfohlen worden sei.  Außerdem sagte er, dass ihm beim Debattieren nicht die Vorbereitung am meisten Spaß mache, sondern „das Gefühl zu sehen, dass irgendwie aufgeht, was man sich im Vorfeld so zurechtlegt.“ Die anderen Teilnehmer dürfe man aber nicht unterschätzen. Dennoch gehört zur Teilnahme an Jugend debattiert eine gute Portion Selbstvertrauen.

Die Frage, ob das Debattieren leichter wird, je älter man wird, verneinten beide, da es ja verschiedene Altersgruppen gebe und dadurch niemand einen Vorteil habe. Zwar sei man bei bestimmten Themen sicherlich schon etwas weiter, allerdings seien die Altersgruppen gut abgestimmt. Auf die Frage, wie sich der Erfolg anfühle, beim Landeswettbewerb teilnehmen zu dürfen, antworteten beide bescheiden. So sagte Konstantinos etwa: „Nun kommt ja die Phase, wo man sich mit Leuten aus den verschiedensten Ecken messen muss, und der Druck sowie der Anspruch an die erwartete Qualität steigen.“ Patrick stimmte dieser Einschätzung zu, als wir ihn fragten, ob er sich über einen Sieg und den zu gewinnenden Rhetorikkurs freuen würde: „Man lernt da etwas, das wirklich auch wichtig ist und relevant, und man lernt es auf der Grundlage der vorhandenen Qualifikation, das finde ich gut, denn es ist eine Belohnung, damit man noch besser wird. Aber ich glaube, dass es für mich viel schlimmer wäre, die enorme Erwartungshaltung nicht zu erfüllen. Wenn man ins Bundesfinale kommt, dann erwarten auch wirklich alle, dass man ordentlich was auf dem Kasten hat.“

Hohe Erwartungen, Leistungsdruck, enorme Konkurrenz – warum dann überhaupt mitmachen?

Diese Frage haben wir selbstverständlich auch unseren beiden Schulfinalisten gestellt, woraufhin Konstantinos betonte, er schätze an Jugend debattiert vor allem die Tatsache, dass man viele nette Leute kennenlernen und neue Eindrücke gewinnen könne.

Das Format Jugend debattiert bedeutet immer auch eine persönliche Herausforderung. So antwortete Konstantinos auf die Frage, ob er nervös vor einer Debatte sei: „Normalerweise nicht. Aber wenn du dann da mit Mikrofon stehst vor einer Schulmensa voller Leute, dann erhöht sich halt schon die Anspannung.“

Die alles entscheidende Frage nach einem Ratschlag bzw. Tipp für angehende, mutige Debattanten der nächsten Durchgänge beantworteten beide einstimmig. Patrick: „Man sollte nicht das Ziel haben, den Gegner wegzudebattieren, damit der nichts mehr sagen kann. Das Ziel einer Debatte ist ja, dass man die Entscheidungsvoraussetzung schafft, dass sich also jemand, der sich die Debatte anguckt, auf Grundlage dessen, was gesagt wurde, selbst ein Bild von der Situation machen könnte. Deswegen ist es wie gesagt ganz, ganz wichtig, dass man sich nicht das Ziel setzt, ein Totschlagargument zu bringen, um die andere Seite völlig auszuschalten.“ Das sah auch Konstantinos so: „Es ist eher ein Miteinander gefragt, was sich im ersten Moment blöd anhört, weil keine Seite wirklich gewinnt, aber es kommt eben auf dich an und wie du auf andere Leute eingehst.“

 

Man lernt bei Jugend debattiert also zum einen viele Menschen kennen, aber auch eine Menge über sich selbst, die eigenen Stärken (und Schwächen) und nicht zuletzt auch, sich Herausforderungen zu stellen, die auf den ersten Blick auch mal ganz schön einschüchternd sein können. Vor allem aber ist klar, dass es bei Jugend debattiert vor allem darum geht, gemeinsam nach Lösungen für ein Problem zu suchen – und nicht etwa darum, sich mit allen Mitteln und um jeden Preis durchsetzen zu wollen. Jugend debattiert ist vielmehr ein Mannschaftssport – und Teamfähigkeit ist in der heutigen Welt eine wichtige Eigenschaft, die am besten jeder mitbringen und ausbauen sollte.

Also, nur Mut: Stellt euch der Herausforderung und macht mit, denn ihr könnt nur gewinnen!

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