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Wer nicht gelegentlich auch einmal kausalwidrige Dinge zu denken vermag,
wird seine Wissenschaft nie um eine neue Idee bereichern können.

Max Planck

Meditation zum 3. Advent 2021 des Religionskurses kr3 des 11. Jahrgangs

Das kleine Mädchen mit den …?

Sehr geehrte Mitschüler*innen, Lehrer*innen und weitere Mitleser*innen,

in unserer heutigen Meditation stellen wir euch unsere Varianten der Geschichte „Das kleine Mädchen mit dem Schwefelhölzchen“ von Hans Christian Andersen vor:

Die Geschichte des kleinen Mädchens handelt von Trauer und Erlösung. Die arme Waise wird von der eigenen Familie gezwungen, in der Kälte Streichhölzer zu verkaufen, damit diese genug zu essen hat. Jedoch wird sie von Niemandem beachtet und verwendet die Schwefelhölzchen letztendlich selbst, um sich warm zu halten, da sie niemals ohne Erfolge nach Hause zurückkehren könnte. Mit jedem nun angezündeten Streichholz erlebt sie Visionen von einer besseren Weihnachtzeit und erinnert sich zuletzt an ihre verstorbene Großmutter, welche sie letztendlich mit sich in den Himmel nimmt. Auf der Straße liegt ein regungsloses Mädchen und neben ihr eine Schachtel Schwefelhölzchen.

Wir denken, dass diese Geschichte die Menschen auch heute noch an die Nächstenliebe während der Weihnachtzeit erinnern kann. Dennoch waren wir der Meinung, dass diese Geschichte noch besser an die heutige Zeit angepasst werden könnte. Und so haben wir uns zu zwei ganz unterschiedlichen, neuen Versionen der Geschichte inspirieren lassen. Aber lest selbst:

 

1 – Das kleine Mädchen Anna

Als Anna aus der Grundschule nach Hause kommt, steht ihre Mutter schon in der Küche und backt Weihnachtskekse. Die Düfte von gebackenen Plätzchen, Zimtsternen und Zuckerguss liegen in der Luft und umgeben Anna, auf deren Gesicht sich direkt ein Lächeln breitmacht. Sie zieht ihre grünen Stiefel aus und rennt in die Küche. Erfüllt von Vorfreude klettert sie auf den Küchentisch und schnappt sich ein Plätzchen in der Form eines Tannenbaums. „Und, weißt du schon, was du dieses Jahr auf deinen Wunschzettel schreibst?“, fragte ihre Mutter mit einem warmen Lächeln. Anna runzelt die Stirn und überlegt kurz. Sie stopft sich einen zweiten Keks in den Mund und kaut für einige Sekunden, bis sie aufschaut und sagt: „Nein, Mama, ich kann mich einfach nicht entscheiden.“

Einige Stunden später sitzt Anna in ihrem Zimmer vor dem Kleiderschrank und seufzt. „Papa!!“, schreit sie, „Ich weiß nicht, was ich anziehen soll.“ Ihr müsst wissen, an jenem Abend war das jährliche Adventsessen; und jedes Jahr backte ihre Familie Plätzchen und jedes Jahr versammelte sich das ganze Dorf in der Markthalle, um die Vorweihnachtszeit einzuleiten. Eine halbe Stunde später schlüpft Anna in ihren dicken Wintermantel und macht sich mit ihren Eltern auf zur Markthalle.

Anna sitzt kurze Zeit später mit ihren Freunden am Kindertisch und überlegt sich eine Strategie, um das Gemüse nicht essen zu müssen. Sie sieht nach draußen und es schneit, dicke weiße Flocken fallen aus den Wolken. Da sieht Anna eine Person im Schnee. Ein Mann um die 35, mit dunklem Bart und dicken Stiefeln geht allein in der Kälte spazieren. Anna steht auf und geht zu ihren Eltern an den großen, runden Tisch. Annas Eltern reden mit anderen Eltern und zeigen immer wieder nach draußen zu dem Mann: „Das ist doch der Typ aus Syrien.“ „Ja genau, ich hab gehört er ist immer noch arbeitslos.“ „Diese Ausländer kommen in unser Land und machen sich mit unseren Steuergeldern ein schönes Leben.“ „Mit so einem im Dorf trau ich mich bald im Dunklen gar nicht mehr vor die Tür.“

Währenddessen schaut der Mann von der anderen Straßenseite aus in die hell erleuchtete Markthalle. Die ganzen glücklichen Familien, die beieinandersitzen und lachen, lassen ihn an seine Vergangenheit denken. An die Zeit mit seiner Familie, bevor der Krieg kam. An seine Frau und Kinder, die er auf der Flucht verloren hat. An die Hoffnung, die er einst beim Anblick eines Adventskranzes verspürt hat, von der heute nichts mehr übrig ist. Sein Herz war schon lange gebrochen, seine Lebensfreude verschwunden. Und er wusste, was die anderen über ihn dachten und sagten. Denn als er fragte, was er zum Adventsessen mitbringen solle, hatte man ihn höflich ausgeladen. Und so ging er während des Adventsessen einsam die Straße entlang, wo er doch so gerne das Adventsessen miterlebt hätte. Wo er doch so unbedingt ein Teil der Gesellschaft sein wollte. Wo er die Zuneigung und Akzeptanz anderer Menschen mehr brauchte als alles andere, um sein Leid erträglich zumachen. Als er aufschaut in die Wolken, aus denen die Schneeflocken sanft auf seine schwarze Mütze fielen, traten Tränen in seine Augen und liefen sein Wangen hinunter.

Anna beobachtet den spazierenden Mann und fragt ihre Eltern: „Warum ist er nicht bei uns hier drinnen und isst mit?“ Und ihre Eltern fanden keine rationale Erklärung, keine Erklärung, die sie ihrem Kind erzählen wollten. Also lief Anna zurück zu ihrem Tisch, schnappte sich einen Keks und zog sich Mantel und Stiefel an.

Als der Mann gerade in die nächste Straße einbiegen wollte, hört er jemanden hinter sich etwas rufen. Er dreht sich um und sieht ein kleines Mädchen auf sich zu laufen. Er bleibt stehen und geht in die Knie. Anna gibt ihm ihren Keks, lächelt ihn an und sagt: „Dieses Jahr schreibe ich auf meinen Wunschzettel, dass dein Weihnachten dieses Jahr ganz toll sein soll.“ Als der Mann den Keks in die Hand gedrückt bekam und die Worte des kleinen Mädchens hörte, entflammte seit langer Zeit endlich wieder ein kleiner Funken Hoffnung in ihm.

 

Nachsatz: Das Mädchen in Andersens Geschichte brauchte etwas von der Gesellschaft, die sie aber ignorierte. Genauso braucht der Flüchtling in unserer Geschichte etwas von der ignoranten Gesellschaft, nur eben kein Geld, sondern Einbindung und Zuneigung. Jesus sagte: „Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“(Mk 10,15) Besonders in der Adventszeit gilt es, die eigenen Vorurteile zu überwinden und Nächstenliebe zu beweisen. Dabei kann es helfen, die Welt mal wieder durch die Augen eines Kindes zu betrachten.

 

2 –Die zwei Geschwister

Es waren einmal zwei Geschwister, ein Bruder und eine Schwester, die unter sehr schlechten Verhältnissen leben mussten. Die Eltern kümmerten sich nicht allzu sehr um ihre Kinder, sondern waren nur mit sich selbst beschäftigt. Die Familie lebte in einem großen Hochhaus in einer sehr verarmten Gegend, in der Gewalt und Kriminalität Alltag waren. Eines Tages kamen die beiden Geschwister von der Schule. Ihre Mutter war wie üblich angetrunken und sehr abweisend ihnen gegenüber. Ihr Vater schlief. Die Kinder zogen sich in ihr Zimmer zurück. Nichts war wie man es eigentlich an Weihnachten erwartet hätte: Kein Weihnachtsbaum, kein Schmuck, keine Adventskalender, kein Adventskranz, keine Musik, keine festliche Kleidung und vor allem keine harmonische, gemütliche, warme Stimmung.  Alles war kalt und grau in der Welt der Kleinen. Plötzlich kam die Mutter in das Zimmer gestürmt und fing an sie anzuschreien. Sie riss alle Spielsachen aus den Schränken, warf diese vor die Füße der Kinder und sagte: „Ihr zieht jetzt los und werdet ohne Geld in der Tasche nicht wieder zurückkommen. Ich will, dass ihr eure Spielsachen verkauft, damit wir wenigstens ein kleines Weihnachtsessen haben können.“

Ohne viel zu sagen, packten die Geschwister ihr gesamtes Spielzeug ein. So machten sie sich mit einem selbstgeschriebenen Plakat auf dem „Spielzeug zu verkaufen“ stand auf den Weg. Es schneite und war eisig kalt und die Beiden trugen nicht einmal Kleidung, die dem Wetter gerecht gewesen wäre. Die Kinder ließen sich mit ihrem Gepäck vor einem Weihnachtsmarkt nieder und breiteten ihre Spielsachen aus. Sie rochen den leckeren Geruch von Mandeln und Bratäpfeln, mit dem Gedanken, nicht in der Lage zu sein, davon kosten zu können. Die beiden sahen in den Fenstern der Gassen die feierlich geschmückten Wohnzimmer, in denen die Familien bei Kerzenschein zusammensaßen. Genauso mit ihrer Familie beisammenzusitzen, war ihr einziger und größter Wunsch. Stunde um Stunde verging, es wurde immer kälter und niemand kaufte den Kindern etwas ab. Sie saßen Arm in Arm in der schön beleuchteten Gegend und hofften endlich etwas zu verkaufen. Doch die Passanten würdigten sie nur mit abstoßenden Blicken und zeigten keinerlei Mitleid, denn die Spielsachen waren schon abgenutzt.

 

Es schien schon fast wie ein Wunder, als dieser eine Mann zu dieser einen Zeit zu diesem einen Ort kam. Die Beiden schauten nach oben. Es erinnerte sie an die einzige Weihnachtsgeschichte, die sie kannten. Der Mann lief direkt an ihnen vorbei, gekleidet wie ein Held und laufend wie ein Geber. Sie versuchten ihm ihre Spielzeuge anzubieten, aber ihre Stimmen waren so schwach, dass die Schritte des Mannes lauter schienen. Aber er hörte sie. Er blieb stehen, drehte sich um und blickte zu Boden. Die Herzen der Geschwister begannen zu rasen. Sie hatten das Gefühl, dass Gott gekommen ist um ihnen zu helfen. Nach einer gefühlten Ewigkeit sprach der Mann zu ihnen. Er sorgte sich um sie. Es waren nun mal zwei kleine unschuldige Kinder, welche in der Kälte saßen. Es war Weihnachten, die Nacht der Liebe, die Nacht des Gebens. Er holte sein Geldbeutel heraus und kaufte alles für das Fünffache des Preises. Doch dies genügte ihm nicht. Der gutherzige Mann, der ebenfalls zwei Kinder hatte, lud die beiden Geschwister an Weihnachten zu sich nach Hause ein. Seine Frau kochte für alle und die Geschwister verspürten das erste Mal das Gefühl, wirklich geliebt zu werden. Alles war so warm, familiär, gemütlich und herzlich.  Auch in Zukunft war die Familie für die beiden Kinder da und so endete die schlimmste Nacht der Kinder in einem für sie großen Wunder.

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