Nach dem Eintreffen an der TU-Bergakademie in Freiberg bekamen wir durch einen Vortrag von Professorin Dr.-Ing. O.
Volkova erste Interessante Fakten über Stahl – ein Werkstoff mit Zukunftspotenzial.
Nach dieser Begrüßung bekamen wir noch eine eigene Führung durch die Ausstellung „terra mineralia“. Wir haben gelernt, wieso verschiedene Steine leuchten und wieso andere es nicht tun.
Am Abend des ersten Tags hatten wir Freizeit, das haben wir als Gruppe genutzt, um gemeinsam Abendessen zu machen. Wir haben Spiele gespielt und viel miteinander gelacht.
Am zweiten Tag wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe bekam einen Vortrag über das, was wir in den kommenden Tagen erleben werden und außerdem lernten wir, wie die Gewinnung- und die Raffinationselektrolyse im Theoretischen funktioniert. Durch diese Verfahren kann bis zu 99.999% reines Kupfer gewonnen werden.
Bei der Gewinnungselektrolyse wird das reine Kupfer aus einer Kupfersulfat-Lösung gewonnen, dabei lagern sich die positiven Kupferionen an der Kathode an. Durch diese Ablagerung lässt sich nach einiger Zeit eine dünne Kupferschicht erkennen.
Bei der Raffinationselektrolyse wird Kupfer auch aufbereitet, allerding wird hier das Kupfer aus einen sehr unreinen Kupferblock benutzt. Dieser wird in eine leitfähige Lösung gegeben und das Kupfer setzt sich an der Kathode ab. Dadurch wird das Kupfer von den anderen Metallen im Block wie Silber etc. getrennt. Auch mit diesem Verfahren lässt sich Kupfer mit sehr hoher Reinheit gewinnen lassen.
Nachdem wir mit dem Aufbau der Raffinationselektrolyse fertig waren, hieß es 24 Stunden warten, denn das Absetzen des Kupfers an der Kathode dauert sehr lange.
Am Abend hatten wir noch die Möglichkeit, mit dem Racing Team der Universität ins Gespräch zu kommen. Ich fand die Arbeit und den Aufwand, den die Studierenden in diese selbstgebauten Autos stecken, sehr bemerkenswert. Ich habe gelernt, dass die gesamte Karosserie und die Monocoque, also die tragene Sicherheitszelle, von den Studierenden selbst konstruiert und aus Kohlenstofffasern gebaut werden. Mich hat es persönlich sehr fasziniert, wieviel Technik auf so einem kleinen Raum zusammenkommt. Auch die Batterie wird durch die Studierenden selber zusammengebaut. Alle Bauteile müssen dabei unter das Regelwerk fallen, dadurch wird die Sicherheit der Fahrer gewährleistet.
Am nächsten Tag haben wir eine Exkursion zu der Firma „Galvanik“ gemacht. Dort konnten wir das, was wir vorher meistens nur Theoretisches gemacht haben, in echt sehen. Diese Abwechslung von Theorie und Praxis hat mir Persönlich sehr gut gefallen.
Gegen Mittag sind wir mit unserer Gruppe zu einer Gießerei gefahren. Wir haben verschiedene Techniken des Metallgießen erklärt bekommen und auch selber durften wir anpacken. So haben wir zum einen eigene Formen für Bauteile aus Ton und Sand erstellt und zum anderen durften wir eigene Smileys gießen.
Danach sind wir nochmal in das Labor zu unserem Aufbau gefahren. Wir haben das abgesetzte Kupfer von der Kathode
entfernt und durften dieses sogar behalten. Es ist sehr cool selbst gemachte Sachen, die man sonst nicht herstellen kann, mitnehmen zu dürfen.
Am letzten Tag haben wir der jeweils anderen Gruppe unsere Einblicke, mit einer kurzen Präsentation geteilt. Nach dem sich auch die Professorin verabschiedet hatte, begann für uns, nach einem spanenden und interessanten Mint-EC-Camp, die Heimreise.
Wenn man es noch nicht bemerkt hat, hat mir das MINT-EC-Camp sehr gut gefallen und ich habe sehr viel Neues dazugelernt. Besonders gut fand ich die Abwechslung der Tage und das Verbinden von Praxis und Theorie.
Text und Bilder: Lewin Rönner



