Nach den Osterferien durften wir am Maxe nun schon zum zweiten Mal in Folge eine Schülerin aus Frankreich bei uns
begrüßen. Capucine aus Poitiers nimmt gemeinsam mit ihrer Austauschpartnerin Anna Lina aus der 9. Klasse am dreimonatigen Sauzayaustausch teil. Im September wird Anna Lina dann nach Frankreich reisen und selbst die aufregende und bereichernde Austauscherfahrung machen.
Nun neigt sich Capucines Aufenthalt bei uns dem Ende zu und wir haben sie deshalb zu ihren Erfahrungen an unserer Schule befragt! Das Interview findet ihr hier:
- Stell dich kurz vor: Wie heißt du, wie alt bist du woher kommst du?
Ich heiße Capucine, ich bin 15 Jahre alt und ich komme aus Frankreich.
- Wo wohnst du hier in Delmenhorst und wie lange bist du am Maxe?
Seit zwei Monaten bin ich in Delmenhorst, wohne hier in einer Gastfamilie und bleibe insgesamt drei Monate am Maxe.
- Warum hast du dich für den Austausch entschieden?
Der Sauzayaustausch hat mich interessiert, weil ich dadurch meine Deutschkenntnisse verbessern und Deutschland entdecken kann, neue Freunde kennenlernen und auch selbstständiger werden möchte.
- Was war dein erster Eindruck, als du in Delmenhorst angekommen bist?
Ich bin abends angekommen, war ziemlich müde und auch ein bisschen unsicher. Mein erster Gedanke in der Schule war: Das Gymnasium ist wirklich groß! Warum habe ich das gemacht? Schaffe ich das Programm? Es war schön, dass ich am ersten Schultag nett begrüßt und persönlich willkommen geheißen wurde.
- Wie unterscheidet sich der Schulalltag am Maxe von deinem Alltag in Frankreich?
In Frankreich sind die Schultage sehr lang – sieben oder acht Zeitstunden. In Deutschland dauert eine Unterrichtsstunde 90 Minuten, aber in Frankreich nur 55 Minuten. Das Maxe ist viel größer als meine Schule zu Hause!
- Welche Schulfächer oder Unterrichtsmethoden haben dich besonders überrascht?
In Englisch oder in Französisch sprechen die Schüler viel, sie kommunizieren mehr statt nur aufzuschreiben und zu lernen. Es gibt auch mehr Präsentationen, aber nicht so viele Einzelbewertungen.
- Was war für dich anfangs die größte Herausforderung?
Deutsch zu verstehen und verstanden zu werden! Die Menschen zu verstehen, die mit mir sprechen und meinen Tagesrythmus in der Gastfamilie zu finden.
- Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: „Jetzt fühle ich mich hier wirklich angekommen“?
Ab Mai habe ich mich selbstständiger gefühlt, als ich mit allen am Maxe und auch zu Hause mehr reden konnte. Deutsch hat mir wirklich viele neue Kontakte ermöglicht!
- Gibt es kulturellen Unterschiede, die dir besonders aufgefallen sind?
Auf jeden Fall! Die Schüler fahren mit dem Fahrrad oder auch mit dem E-Roller zur Schule. Und es gibt keine festen Essenszeiten, jeder hat da seinen eigenen Rhythmus (Anmerkung: in Frankreich ist es üblich, dass alle mittags in der Schulkantine essen).
- Konntest du neue Freundschaften schließen? Wie habt ihr euch verständigt?
Ja, mit meiner Austauschpartnerin Anna Lina, wir haben die gleichen Interessen. Aber auch mit Leuten aus meiner Klasse war es sehr gut und lustig! Wir haben viel deutsch gesprochen, aber auch ein bisschen französisch.
- Gibt es etwas in Deutschland, das dir besonders gut gefallen hat?
Die Schule! Meine Mitschüler aus der 9a sind sehr freundlich und die Lehrer sind hilfsbereit. Gefallen hat mir auch, dass man nachmittags frei hat. (Anmerkung: In Frankreich geht der Unterricht i.d.R. bis 17 oder 18 Uhr)
- Gab es etwas, das du während der Zeit vermisst hast?
Natürlich meine Familie und meine Freunde. Und das Essen! Und manchmal meinen Alltag.
- Welche Erfahrungen oder Erlebnisse werden dir besonders in Erinnerung bleiben?
Den Zukunftstag habe ich bei der Bundeswehr verbracht, das war interessant. Und ich war an vielen
Nachmittagen mit Freunden unterwegs, es gab viele lustige Momente mit Anna Lina und wir haben viele Ausflüge gemacht.
- Würdest du anderen Schülerinnen und Schülern einen Auslandsaufenthalt empfehlen? Warum?
Ja, natürlich! Um ein neues Land zu entdecken, Fortschritte in einer Fremdsprache zu machen und auch , um selbstständiger zu werden.
- Mit welchem Gedanken oder welcher Botschaft kommst du nach drei Monaten im Ausland zurück?
Ich habe es geschafft mich ganz alleine in einem fremden Land zurecht zu finden, mich verständlich zu machen und mich zu beteiligen. Und auch mich zu trauen, die fremde Sprache zu sprechen. Ich bin stolz darauf, dass mir das gelungen ist!
Du interessierst dich auch für einen Aufenthalt im französischsprachigen Ausland und möchtest mehr darüber erfahren? Das 3-monatige Sauzayprogramm ist kostenlos und man erhält sogar einen Reisekostenzuschuss. Als Ansprechpartnerin für die Austauschprogramme mit dem französischsprachigen Ausland unterstütze ich dich und deine Familie sehr gerne!
Wende dich gern per Mail an Frau Grimmelmann: anne.grimmelmann@maxe-del.de
Weitere Informationen zum Austauschprogramm und zu den Bewerbungsmodalitäten findest du hier:
https://www.youtube.com/watch?v=DM3dDTriDBM
https://www.dfjw.org/programme-aus-und-fortbildungen/brigitte-sauzay-programm#1
Interview und Bilder: Anne Grimmelmann



