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MEDIENKONZEPT

Digitale Medienbildung –
ein fächerübergreifendes Medien- und Methodenkonzept am MPG

Konzept der digitalen Medienbildung – Bezugsrahmen

Das Konzept zur digitalen Medienbildung am MPG folgt einem fächerübergreifenden Medien- und Methodenlehrplan, das von ergänzenden Maßnahmen sowie einem schulischen Ausstattungskonzept flankiert wird.

Übergeordneter Bezugsrahmen ist das schulische Leitbild, welches dem pädagogischen Prinzip des selbständigen Erkennens folgt und offene Wahrnehmung, engagiertes Arbeiten und das gemeinsame Erreichen von Zielen umfasst. Medienbildung als Grundvoraussetzung modernen selbständigen Lernens bildet dabei einen wesentlichen Baustein, denn Medien dienen dem selbständigen Wissenserwerb und der Verarbeitung von Wissen. Eng verknüpft mit Medienkompetenz ist die kommunikative Kompetenz, denn heutzutage werden Medien im schulischen und außerschulischen Bereich in großen Teilen zur Kommunikation genutzt. Schulnetzwerke wie IServ stellen die technischen Möglichkeiten bereit, einfach miteinander in Kontakt zu treten, Informationen bereitzustellen, auszutauschen und weiterzuentwickeln.

Um sich in einer komplexen Medienwelt zurechtzufinden und die Medien als hilfreiche Instrumente zu nutzen, muss sich der Mensch zusätzliche Kompetenzen aneignen und diese weiterentwickeln. Medienkompetenz bezeichnet allgemein die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. Dieter Baacke gliedert den Begriff in vier Dimensionen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Sein Modell der Medienkompetenz bildet eine gute Grundlage, um die Entwicklung von Medienkompetenz zu systematisieren. So sollen die Lerner

  1. eine kritische Kompetenz gegenüber der überwältigenden Masse an unterschiedlichen Informationen und Medien entwickeln (Medienkritik).
  2. Wissen über heutige Medien und Mediensysteme erwerben. Dies beinhaltet klassische Wissensbestände der Medientheorie, aber auch die Fähigkeit, neue Geräte handhaben zu können und den korrekten Umgang mit Computerprogrammen (Medienkunde).
  3. Medien aller Art kompetent und effizient nutzen, z.B. zur Informationsgewinnung, zum Wissenserwerb, zur Unterhaltung und zur Entspannung. Hierzu gehört auch die sinnvolle Nutzung interaktiver und kommunikativer Medien (Mediennutzung).
  4. Medien und Mediensysteme verändern und weiterentwickeln können sowie zur kreativen Gestaltung nutzen (Mediengestaltung).

Das Kernkonzept am MPG greift im Wesentlichen die vier Dimension der Medienkritik, der Medienkunde, der Mediennutzung und der Mediengestaltung auf. Letztere wird in Bezug auf das Programmieren vorrangig im Fach Informatik und in Bezug auf die kreative Gestaltung vorrangig in den künstlerisch-musischen Fächern umgesetzt. Verbindliche Unterrichtseinheiten in den einzelnen Jahrgängen zielen auf die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, zunehmend eigenständig verschiedene Medien im Sinne von Hard- und Software sowie interaktiver Medien zu nutzen und die Mediennutzung kritisch zu reflektieren. Flankierende Maßnahmen sind die Medienberatung in Form von Workshops und Vorträgen, die traditionelle und mediengestützte Leseförderung (zum Teil durch die Schülerfirma „Living Library“), die Fokussierung auf Medienkompetenz im Erasmus-Projekt „Books and MORE“ sowie die Umsetzung des Schulentwicklungsziels 3 (Verbesserung der Medienkompetenz der Lehrkräfte) durch Fortbildungen.

Die schulische Medienausstattung bildet die notwendige Grundlage für die skizzierten Ziele. Hier wurden in den vergangenen Jahren etliche Neuerungen eingeführt (leistungsfähiges WLAN, Erneuerung der Computerräume, Kommunikation über IServ, Ausstattung der Räume mit Beamern, Dokumentenkameras etc.), wobei dieser Prozess nicht abgeschlossen ist.

Überblick über das Konzept zur digitalen Medienbildung am MPG

Modell einer technischen Medienausstattung am MPG – Ist-Stand und Zielsetzung

Grundlage jeder Überlegung zur Vermittlung von Medienkompetenz muss immer auch eine Überprüfung der technischen Möglichkeiten sein. Nur bei Berücksichtigung des technischen Ausbaus sind didaktische Zielsetzungen umsetzbar, technische Ausbauten müssen aber auch die didaktische Zielsetzung verfolgen. Technische Geräte und Infrastruktur ermöglichen Schülern und Lehrkräften erst den Umgang mit modernen, zeitgemäßen Medien. In den vergangenen zwei Jahren wurden die technischen Möglichkeiten am MPG zielstrebig erweitert. In Zusammenarbeit mit der Stadt Delmenhorst (Schulträger) wurden vorhandene Geräte erneuert, die Infrastruktur verbessert und erweitert sowie Serverstrukturen geschaffen, die einen wartungsarmen Betrieb mit einer zunehmenden Anzahl an Netzwerkteilnehmern ermöglichen. Die Maßnahmen wurden nach den folgenden Zielsetzungen umgesetzt.

Einrichtung einer schulintern und schulextern verfügbaren Netzzugangsmöglichkeit

Seit 2015 bildet eine zentral verfügbare IServ-Serverlösung den Kern des Schulnetzwerkes. Der durch IServ (Braunschweig) ferngewartete Server verwaltet nicht nur Netzwerkzugänge für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Kabelnetz, für das WLAN sowie innerhalb einer Windows-Domäne, sondern stellt auch jedem Schüler einen Cloudspeicher inkl. E-Mailadresse zur Verfügung. Diese Dienste können auf allen Schulcomputern (im Klassen- oder Computerraum sowie auch an den Arbeitsplätzen der Bibliothek) und über die IServ-Schulwebseite von zu Hause verwaltet werden. Zudem können ganze Schulklassen per Knopfdruck einen WLAN-Zugang erhalten, so dass auch Schülergeräte für Internetrecherchen im Unterricht genutzt werden können. Als Netzwerkserver bietet IServ der Schule zusätzlich die Möglichkeit, Software bequem auf alle Schulcomputer zu verteilen und regelmäßig zu aktualisieren. Auch eine zentrale Abrechnungsstelle für Drucke über verfügbare Netzwerkdrucker ist enthalten.

Ausstattung der Klassenräume mit Projektoren und Dokumentenkameras

Bereits seit mehreren Jahren verfügen alle Räume am MPG (ausgenommen die Außenstelle) über einen fest installierten Projektor, auf dem Lehrer den Bildschirminhalt von privaten Computern sowie in der Schule verfügbaren Leihcomputern an die Wand projizieren können. Diesem Beginn des Ausbaus der medialen Ausstattung der Klassenräume folgt das Vorhaben aus dem Jahr 2016, alle Räume mittelfristig mit Dokumentenkameras auszustatten. Als Blaupause wurde dafür im März 2017 ein Modellraum eingerichtet, der über einen eigenen Computer, einen Projektor, eine fest installierte Dokumentenkamera, eine Audioanlage und die notwendigen Netzwerkanschlüsse verfügt. Die Übertragung dieses Modells auf alle anderen Räume der Schule wird noch in diesem Jahr beginnen.

Ausstattung der Fachräume

Speziell die Fachräume der Naturwissenschaften haben einen anderen Bedarf an technischen Möglichkeiten. Um diesen gerecht zu werden, verfügen die Räume der Chemie, der Biologie und der Physik über Deckenterminals über den Schülertischen, die Strom-, Netzwerk- und fachspezifische Anschlüsse bereitstellen. Im Fachraum Biologie ist zusätzlich ein interaktives Whiteboard installiert. Die Installation weiterer interaktiver Whiteboards wird laufend geprüft, aber momentan nicht weiterverfolgt.

Technische Erneuerung der Computerräume

Seit Februar 2017 kann das MPG auf zwei vollständig sanierte und neu eingerichtete Computerräume zurückgreifen. Grundlage für die eingerichteten Computerräume bildet ein von der Schule entwickeltes didaktisches Konzept, welches auf fundierte Grundlagen der Wissenschaft der Didaktik der Informatik basiert. So gibt es Kommunikationsbereiche in der Mitte des Raumes, einen Präsentationsbereich mit Leinwand und Whiteboard im vorderen Teil und Computerarbeitsplätze rundherum. Eine Besonderheit in beiden Räumen ist, dass alle Einzeltische im Kommunikations-bereich flexibel angeordnet werden können. Dieser Vorteil kann speziell in einem der beiden Räume gezogen werden, indem dort installierte Notebooks in praktischen Phasen einfach auf die Tische platziert werden können. Projektarbeitstische können so nach Anforderung des jeweiligen Unterrichtsgegenstandes mit und ohne Computer ausgestattet werden.

Erweiterung der Netzwerkinfrastruktur

Die Grundlage für alle Vorhaben des MPG stellt eine breit ausgebaute Netzinfrastruktur dar. Das MPG verfügt über eine managebare, auf Gigiabit-Technologie basierende Vernetzung, in allen Gebäudeteilen. Fünf Hauptknotenpunkte werden über Lichtwellenleitern zu einem Gesamtnetz zusammengefasst. Im Jahr 2016 wurden alle Möglichkeiten geschaffen, Netzwerkanschlüsse für alle Klassenräume kurz- bis mittelfristig in das Lichtwellennetz zu integrieren. Momentan verfügen etwa 20 von 47 Räumen über einen Netzwerkzugang. Der positive Prozess der Weiterentwicklung verdeutlicht, dass allein 13 der 20 Räume in den Jahren 2016 und 2017 hinzugekommen sind. Die Verkabelung der übrigen Räume wird zeitnah angestrebt.

WLAN-Zugang in allen Klassenräumen

Parallel zur Ausstattung der Räume mit Netzwerkdosen schreitet auch die WLAN-Vernetzung voran. Im Jahr 2016 wurde die WLAN-Hardware vollständig erneuert und in das vorhandene IServ-Netzwerk integriert. Die verwendete leistungsstarke Hardware des Herstellers Lancom ermöglicht eine Verwaltung aller Accesspoints über einen zentralen Controller. Über momentan 10 verwaltete Accesspoints werden 2 Netze zur Verfügung gestellt: ein Netz ausschließlich für Schulgeräte und ein Netz für einen Zugang mit Benutzerauthentifizierung, in das Lehrer und Schüler Zugriff mit ihrer privaten Nutzerkennung erhalten. Die Authentifizierungsstelle ist IServ. Von dem WLAN-Netz werden momentan 39 der 47 Räume abgedeckt. Die Hardware zur Erweiterung des Netzes in alle Räume ist bereits vorhanden, der Ausbau der dafür notwendigen Vernetzung wird noch im Jahr 2017 angestrebt.

Schaffung von Schnittstellen zur Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten

Mit großem Interesse betrachtet das MPG die Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten an Schulen. So wird auch die MINT-EC Schulcloud und auch die niedersächsische Bildungscloud, ein Pilotversuch der Landesinitiative N-21, beobachtet. Ein wünschenswertes Ziel ist es, die schulinternen Möglichkeiten der IServ-Cloud sinnvoll zu erweitern, z.B. durch eine Austauschmöglichkeit mit anderen Schulen.

Medienberatung am MPG

Die Medienberatung am MPG trägt dazu bei, Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern zu entwickeln und sowohl Schüler- als auch Elternschaft über Probleme in Verbindung mit Medienkonsum aufzuklären.

Im ersten Halbjahr wurde erstmalig im Jahrgang 8 das Projekt „Medientagebuch“ durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden gebeten, 14 Tage lang ihr eigenes Nutzungsverhalten zu beobachten und das Medientagebuch zu führen. Nach den 14 Tagen wird zur Nachbereitung von der jeweiligen Deutschlehrkraft eine 45-minütige, materialgestützte Unterrichtseinheit mit der Klasse durchgeführt. Dabei kann jede/r ohne Vorgabe eines Richtwertes überlegen, ob sie/er mit dem eigenen Nutzungsverhalten einverstanden ist. Gemeinsam werden dann Methoden gesammelt, die denjenigen, die etwas an ihrem Nutzungsverhalten ändern möchten, helfen können.

Im Jahrgang 5 wird wie im letzten Jahr im 2. Halbjahr eine Unterrichtseinheit zur Entwicklung bzw. Stärkung der Medienkompetenz durchgeführt werden. Diese Einheit basiert auf dem „klicksafe“-Modul für Lehrkräfte: „Suchmaschinen kompetent nutzen“. Sie ist auf sechs Unterrichtsstunden begrenzt und soll ab dem 2. Halbjahr in Jahrgang 5 flexibel im Rahmen des Methodentrainings bzw. der Lernberatung durchgeführt werden. Die Einheit ist für alle am Schulleben Beteiligten von Interesse: Nur wer versteht, wie Informationen gefunden, strukturiert und bewertet werden können, wird das Internet für das eigene Lernen sinnvoll anwenden können. Lernende sollen an eine kritische Einstellung gegenüber Informationen aus dem Internet herangeführt werden. Zunächst lernen sie, Suchanfragen einfacher zu formulieren. Danach erfahren sie, dass die Informationen, die sie im Internet finden, nicht grundsätzlich als richtig und objektiv angesehen werden dürfen. Sie lernen Alternativen zur digitalen Informationsbeschaffung kennen, außerdem einfache Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Internetseiten.

Ein weiteres Angebot sind die Smiley-Workshops im Jahrgang 7. Die Workshopleiter von smiley e.V. (Verein zur Förderung der Medienkompetenz; Hannover) führen die neunzigminütigen Workshops im Klassenverband mit Beteiligung der Klassenleitung durch. Der Mitarbeiter von smiley e.V. thematisiert die Verantwortung, die alle Nutzer von sozialen Netzwerken füreinander haben. Die Klassen werden von ihm in konstruktive Diskussionen verwickelt, bei denen die Schüler vor allem voneinander pragmatisch eine konstruktive Nutzung von sozialen Netzwerken erlernen sollen. Dabei werden eigene Erfahrungen reflektiert, aber auch Fallbeispiele, die in der Arbeit von smiley e.V. in anderen Schulen aufgetaucht und begleitet wurden, diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei grundsätzlich nicht, „ob“ Facebook, Whatsapp oder Instagram sinnvoll sind, sondern immer nur das „Wie“.

Weitere Aktivitäten der Medienberatung bestehen in der Durchführung von Infoveranstaltungen. So hat beispielsweise im zweiten Halbjahr 2016/17 am 01.03. eine Infoveranstaltung zum Thema „Onlinespiele – Information und praktische Tipps“ stattgefunden. Der Medienpädagoge Herr Wiemken behandelte dabei Fragen wie: Gibt es Alterskennzeichen für Onlinespiele und Spiele-Apps? Welche Online-Spiele favorisieren Mädchen und Jungen? Was sind die so genannten Let’s Plays, die auf YouTube oder Twitch geschaut werden? Wie wirkt die Gewalt in Online-Spielen bei älteren Kindern? Führt das vernetzte Spielen eher zu einer exzessiven Nutzung? Herr Wiemken gehört zum Referententeam im Rahmen des Projekts „Digitale Welten – was nutzt Ihr Kind“, das unter anderem von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) organisiert wird. Die Informationsveranstaltungen sollen Eltern und Kinder dazu anregen, sich mit den verschiedenen Aspekten des Umgangs mit digitalen Medien auseinanderzusetzen. Mütter und Väter werden über die Mediennutzungsgewohnheiten von Mädchen und Jungen aufgeklärt, Tipps für die Medienerziehung werden ausgetauscht und Beratungsangebote vorgestellt.

Seit Ende Januar 2014 beteiligt sich das Max-Planck-Gymnasium an dem Projekt “Delmenhorster WEB-Coach-Schulung”. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Projekt der AG Schule (Arbeitsgruppe des KPR Delmenhorst) und wird vom „Verein zur kommunalen Kriminalprävention in Delmenhorst e.V.“ und der Sparda-Bank Hannover gefördert.

WEB-Coaches…

  • sind zwei bis drei SuS der achten oder neunten Klasse.
  • werden zentral aus- und fortgebildet.
  • sind Ansprechpartner für Ihre Mitschüler, wenn es Probleme mit oder durch die Internetnutzung gibt.
  • vermitteln in das professionelle Hilfesystem weiter.
  • sind mit Profis vernetzt.
  • gibt es an allen Delmenhorster Schulen (wird zumindest angestrebt).
  • sind untereinander vernetzt.
  • führen regelmäßig Aktionen an ihren Schulen durch.

Drei SchülerInnen nehmen derzeit als VertreterInnen des Maxe an der Ausbildung zum WEB-Coach teil: Annica Skupch, Justyna Daniel und Marten Sagehorn.
Sie absolvierten in der Anonymen Drogenberatung (Scheunebergstraße) einige Schulungen. Die Schulungen leiten Herr Tim Berthold (Fachkraft für Medienabhängigkeit) und Herr Henning Fietz von der AWO Delmenhorst (DroB).

Am 16. Juli 2014 führten die WEB-Coaches am Max-Planck-Gymnasium ihren ersten Aktionstag durch. Die drei SchülerInnen aus der damaligen 8c stellten sich erstmalig vor, indem sie den SchülerInnen der 7. Klassen zahlreiche Tipps zu den Sicherheitseinstellungen auf Facebook gaben. Eigens hierfür hatten sie zusammen mit den WEB-Coaches anderer Schulen in Delmenhorst einen Leitfaden ausgearbeitet, der auch allen Schülerinnen und Schülern zum Download zur Verfügung gestellt wurde. Im Rahmen der MPG-SCHILF im November 2014 waren die WEB-Coaches zudem an einem Workshop-Angebot beteiligt.

2015 nahmen sie sich im Workshop „Videogames für Dummies“ digitaler Spiele an, indem sie in einem kurzen Videoclip festhielten, wie sie diese spielen und gleichzeitig für jedermann verständlich ihr Vorgehen und das Spiel selbst erläuterten. Im Gegensatz zum bekannten Youtube-Phänomen der Let’s Plays sind die Jugendlichen dazu angehalten, ihre Sprache und ihr Handeln nachvollziehbar und allgemein verständlich für eine möglichst breite Zielgruppe darzustellen. So entstand schließlich ein  Erklärvideo, das sogar Eltern und Großeltern einen Einblick in die Spielewelt der Heranwachsenden geben konnte.
Dabei lernten die WEB-Coaches einerseits filmtechnische Fertigkeiten und eine neue Form der Selbstdarstellung. Andererseits wurde von ihnen eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit einem ihrer Freizeitmedien sowie die kritische und reflexive Betrachtung eigener Gewohnheiten gefordert. Am 9. Juli 2015 stellten die WEB-Coaches bei der Informationsveranstaltung der Maxe-Medienberatung zum Thema „Computerspiele“ ihr Ergebnis des Workshops vom 15. Juni vor.

Dokumentiert sind die Aktionen der WEB-Coaches auf der Homepage der Maxe-Medienberatung (www.maxe-medien.de). Da aber das Delmenhorster Projekt WEB-Coaches momentan stagniert, ist geplant, dass das Maxe sich noch im Jahr 2017 am Projekt „Medienscouts Niedersachsen“ beteiligt. 

Medienkompetenz am MPG – Entwicklungsperspektiven

Für einen systematischen Aufbau von Medienkompetenz können für unsere Schule folgende Desiderata formuliert werden:

Schulpolitische und institutionelle Aspekte:

  • Einrichtung eines Unterrichtsfachs „Mediennutzung und ITG (informationstechnische Grundbildung)“
  • Unterstützung der Schulen durch Netzwerk-Administratoren => jederzeit funktionstüchtige Medien, Wartung
  • Zuordnung einer Zuständigkeit für das Thema Medienkompetenz am MPG (Funktionsstelle?)
  • Einrichtung alternativer moderner Konzepte, wie z.B. BYOD („bring your own device“) oder Tabletklassen

Curriculare Aspekte und Medienkunde:

  • Systematische Vermittlung informationstechnischer Grundbildung (ITG), besonders in Bezug auf die Arbeit mit Word, Excel und Power Point oder vergleichbaren Softwarelösungen
  • Systematische Einführung in die Nutzung von IServ zur Verwaltung der E-Mailadresse (Schüler-Schüler- und Schüler-Lehrer-Kommunikation), den schulinternen Foren, des Cloudspeichers und den Schulcomputern
  • Didaktisierung neuerer Medienformate (z.B. Videotutorials)
  • Einführung eines Medienpasses/ Medienportfolios für Schüler (Dokumentation und Reflexion der eigenen Medienkompetenzentwicklung)

Mediale Ausstattung:

  • Erweiterung der medialen Ausstattung der Klassenräume in allen Gebäuden (Projektoren, Dokumentenkameras, Videokameras,  Netzwerkanschlüsse, Lautsprecherboxen, Tablets oder Laptops)
  • Weiterer Ausbau des WLAN-Netzes, verstärkt in den Gebäudeteilen B und D
  • Vollendung der Integration der Außenstelle D-Gebäude in das vorhandene IServ-Netz
  • Einrichtung eines digitalen Ausleihsystems in der Schulbibliothek